Die Endlösung der Judenfrage
in Belgien : Dokumente

Serge Klarsfeld et Maxime Steinberg (éds.)

The Beate Klarsfeld Foundation, Paris 1980.
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den rd.. 50.000 Juden nur ungefähr 10 pr. die Belg1sche
Staatsangehörigkeit besäßen, 00 daß d~h diese bevorstehen-
de Aktion bereits der Großteil der hier lebenden Juden er-
faßt werde. Die zum Arbeits8insatz ins Reich einberufenen
Juden werden ab 4.8.1942 - täglich rd. JOO _ 1m Aurtanglager
in Jl.echelen eintreffen und haben dort den Weitertl"ADSport
nach dem Reich abzuwarten. Auf die rd.. 10.000 Juden des
ersten Transports entfallen nach vorsichtiger Scbätz1mg unge_
fähr 2.500 Judenwohnungen, die als erstes vom SD versiegelt
und auf diesen interessierenden Material untersucht werden.
Die WohnungaschlUssel werden in Pap1el."säcken verpackt und
fallweise dem Quart1e~t BrUssel, soweit es BrUssel selbst
betrifft, und von diesem UDS zur Verrügung gestellt. Die
zur VerfUgungsteIlung der SchlUsseI bedeutet gleichzeitig
automatisch die beigabe der betreffenden Wohnung durch das
Quartieramt BrUa
l.
Daß die Judenwohnungen in BrUssel erst dem dortigen Quartie~
amt angeboten werden müssen, ist auf eine besprechende Ver-
fügung des Militär.Bef. General von Falkenhausen, zurUckzu-
fUbren, nach der Offiziere und !.teDDschaften nicht mehr in
Wohnungen mit Belgier zusammen Wltergebracht werden dürfen.
In Antwerpen wird die Angelegenheit in den nächsten Tagen ge-
sond,rt besprochen. .PUr das Ubrige Gebiet werden die WohnuDgs_
schlUssel automatisch une zur Verfügung gestellt uDd die
WOhnungen dam1 t tur den Abt.rwnsport freigegeben. In allen
Fällen, wird sowohl die Dienststelle RlU'dbO. E1naatzleitllng
Belgien, wie auch das Quartieramt BrUssel, von der erfolgten
Sicherstel!llDg der betreffenden WOhnung durch Formularbesche1d
in Kenntnis gesetzt. l4it einem Ausräumen der Woh:cmngen durch
UD8 wird wohl erst in der 2. mu f'te bewz. geeen Ende A~t
1942 gerechnet werden können.